Notwendigkeit der Erneuerbaren Energien

Der Energiemix in 50 Jahren wird mit dem von heute nicht mehr vergleichbar sein. Die alten Kraftwerke der 60er und 70er Jahre gehen in den Ruhestand und müssen ersetze werden. Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen drastisch verändert. Die weltweiten Umweltprobleme lassen sich nicht mehr ignorieren. Internationale Abkommen verpflichten daher inzwischen die Industrieländer ihre Emissionen an Treibhausgasen zu reduzieren. Aber auch die steigenden Energiepreise knapper werdender Ressourcen müssen bei der Festlegung der nationalen Energiepolitik bedacht werden. Weitsicht ist gefragt, denn: die Kraftwerke, die wir heute bauen bestimmen den Strompreis der nächsten Jahrzehnte!

Erneuerbare Energien im Zusammenspiel

Trotz der launischen  Schwankungen des Windes wird eine gesicherte Stromproduktion immer ins Netz eingespeist. Diese ‘gesicherte Leistung’ ersetzt konventionelle Kraftwerkskapazitäten. Das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass die Windenergie bis 2030 einen Anteil von 25% an der Stromversorgung haben kann. Eine 100%ige Versorgung mit erneuerbaren Energien ist jedoch nur möglich, wenn Wasser-, Solar-, Wind- und Bioenergieanlagen im Verbund gefahren werden. Alle zusammen können problemlos den bundesdeutschen Strombedarf sicherstellen. Die notwendige Regelleistung wird in einer nachhaltigen Energieversorgung von anderen erneuerbaren Energien bereitgestellt.

 

Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit als Zukunftsziel

Die Importe von Rohstoffen für die Energieversorgung werden weiter zunehmen. Nach einer Studie im Auftrag der EU-Kommission wird sich der Anteil von derzeit 50% auf 70% im Jahr 2030 in der EU erhöhen. Damit nimmt auch die Abhängigkeit von stabilen politischen Verhältnissen und Preisen in den Rohstoffländern und auf dem Weltmarkt zu. Bedenklich ist, dass 70% der Weltrohstoffreserven an Erdöl und 50% des Erdgases in den Krisenregionen am Persischen Golf und im Kaukasus liegen. Um Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten, ist die Förderung heimischer Energiequellen notwendig, auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Denn selbst bei einem Szenario noch lange ausreichender Rohstoffe sind diese auf Dauer nur lukrativ zu erschließen, wenn die Preise steigen.


Windenergie

Die große Mehrheit der Bevölkerung steht der Windenergie außerordentlich positiv gegenüber. Unabhängige Umfragen der marktführenden Meinungsforschungsinstitute belegen dies. Zwei Drittel der Bürger sprechen sich demnach für eine deutliche Erhöhung des Anteils der Windenergie an der Stromversorgung in Europa aus.

Die Preise für Windenergieanlagen und für die Produktion von Windstrom sind gleichzeitig wegen der Fertigung größerer Stückzahlen, optimierter Produktionsverfahren und effizienterer Anlagentechnik deutlich gesunken. Bereits heute sind die Produktionskosten für Strom aus Windenergie mit denen neuer konventioneller Kraftwerke vergleichbar. Das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass spätestens 2015 Windstrom auch an der Strombörse billiger zu haben ist als Strom aus herkömmlicher Erzeugung.

Photovoltaik

Seit mehreren Milliarden Jahren ist die Sonne aktiv. Sie spendet Licht und Wärme, ohne uns auch nur einen Sonnenstrahl zu berechnen. In weniger als einer Stunde befördert die Sonne so viel Energie auf die Erdoberfläche, wie die gesamte Menschheit in einem Jahr verbraucht. Zum Vergleich: Jeder Quadratmeter Sonne strahlt stündlich den Energiegehalt von 6.300 Litern Heizöl aus. Würde man weniger als ein Hundertstel dieses ungeheuren Energiepotenzials nutzen, wäre das Energieproblem des Planeten Erde ein für alle Mal gelöst.

 

Seit mittlerweile 50 Jahren liefern Solarzellen Energie für Satelliten im Weltraum – solarbetriebene Taschenrechner oder Uhren haben unsere Haushalte erobert. Langfristig betrachtet ist die Solarenergie die wichtigste Energiequelle der Menschheit. In Deutschland und Frankreich wird die Stromerzeugung aus der Sonne, genannt Photovoltaik (PV), immer beliebter – bereits 1. Mio. Solaranlagen sind in Betrieb – aus ökologischer Überzeugung und weil die Kosten für die eigene PV-Anlage kontinuierlich sinken und der Staat die Voraussetzungen für einen rentablen Betrieb geschaffen hat. Der Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach ist außerdem unkompliziert und kurzfristig zu realisieren, da keine Baugenehmigung erforderlich ist und der Netzanschluss in den meisten Fällen an bereits vorhandener Technik möglich ist.


Selbst bei geringem Eigenkapitaleinsatz können Sie mit Ihrer PV-Anlage sonnige Renditen erzielen, auch noch nach dem zwanzigsten Jahr. Ganz gleich, ob Sie anschließend zu neu verhandelten Konditionen weiter in das öffentliche Netz einspeisen oder den erzeugten Solarstrom für Ihren Eigenbedarf nutzen. Nach einem Beratungsgespräch im Rahmen einer individuellen Kalkulation können wir Ihnen eine exakte Rentabilitätsberechnung unter Berücksichtigung der einzelnen Faktoren erstellen. Zusätzlich genießen Sie als staatlich anerkannter „Solarner” steuerliche Vorteile, wie z. B. eine Mehrwertsteuererstattung und eine spezielle Ansparabschreibung. Ein Gespräch mit uns lohnt sich also in jedem Fall.


Biomasse

Bioenergie steht in fester, flüssiger oder gasförmiger Form zur Verfügung und wird aus pflanzlichen oder tierischen Reststoffen oder eigens angebauten Energiepflanzen und deren Produkten hergestellt. Bioenergie ist auch in der Anwendung sehr vielseitig, da sie zur Wärme- und Stromerzeugung wie auch als Kraftstoff im Verkehr eingesetzt wird. Biomasse ist als Energiespeicher ein wahres Multitalent, weil sie zur konstanten Nutzung von Wärme, Strom und Kraftstoffen genutzt werden kann und bereits verstärkt genutzt wird.

Durch das Verbrennen von Biomasse wie z.B. Roggen, Sonnenblumen oder Mais, wird genau die Menge Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, die zuvor beim Wachstum der Pflanzen durch die Photosynthese gebunden wurde. Bedingt durch den geschlossenen CO2-Kreislauf ist die Biomasse ein klimafreundlicher Energieträger, der keine zusätzlichen Treibhausgase verursacht.